Umweltminister

Grundwasserschutz ist nationale Aufgabe

Die Umweltministerkonferenz (UMK) hat das Bundesumweltministerium gebeten, bis zur UMK im Frühjahr 2016 neben grundlegenden Maßnahmen der Vorsorge auch wirksame Instrumente bei festgestellten Grundwasserverunreinigungen sowie geeignete freiwillige Maßnahmen des Grundwasserschutzes zu ermitteln. Einem entsprechenden Antrag Mecklenburg-Vorpommerns haben alle Länder zugestimmt.

Der Grundwasserschutz sei eine der größten Herausforderungen, vor denen die nationale Umweltpolitik steht, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD). Insbesondere die Nitrat- und Sulfatbelastung im Grundwasser müsse deutlich gesenkt werden. „Aber auch die Pflanzenschutzmittel- und Arzneimittelrückstände im Grundwasser erfüllen mich zunehmend mit Sorge und zwingen zum gemeinsamen Handeln“, forderte Backhaus.

Gleiches gelte beim Thema Stickstoff. Die Minderung der Stickstoffeinträge in die Umwelt wurde von den Umweltministern als eine politikübergreifende Aufgabe definiert, bei der alle Beteiligten von der Landwirtschaft über Verkehr und Energie bis hin zum Verbraucher in der Verantwortung stehen. „Außerdem haben wir den Bund nochmals eindringlich aufgefordert, nun endlich die Novellierung der Düngeverordnung zum Abschluss zu bringen. Wir brauchen für die ambitionierten Ziele der Stickstoffminderung dringend den entsprechend angepassten rechtlichen Handlungsrahmen“, so der Minister. (SB)
stats