Düngung

Güllemanagement geht alle an

Zuviel des Guten
In Niedersachsen sind derzeit fast 50 Prozent der Grundwasserkörper, entsprechend 60 Prozent der Landesfläche, zu stark mit Nitrat belastet und damit im „schlechten Zustand". Sogar 80 Prozent der Oberflächengewässer befinden sich in keinem „guten Zustand", wie ihn die EG-Wasserrahmenrichtlinie fordert. Grund dafür sind überwiegend die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern, Gärresten und Mineraldüngern ausder Landwirtschaft. Insgesamt, so die Nährstoffberichte des Landes, werden in Niedersachsen rund 80.000  t Stickstoff und bis zu 40.000 t Phosphor über den Bedarf der Pflanzen hinaus gedüngt.
Um die Nährstoffüberschüsse in vielen Regionen Niedersachsens besser in den Griff zu bekommen, arbeiten Landesregierung und Landwirtschaftskammer künftig stärker zusammen. Mit dem Projekt „Wirtschaftsdüngermanagement Niedersachsen" wollen die Beteiligten Nährstoffkreisläufe in der Landwirtschaft fördern. Zudem soll die Abgabe von Wirtschaftsdüngern aus den Überschussregionen im Westen Niedersachsens an vieharme Gebiete besser kontrolliert werden.

Damit soll künstlicher Mineraldünger eingespart und die Nitratbelastung reduziert werden. Das Land fördert das dreijährige Projekt mit rund 900.000 €. Damit soll ein Zertifizierungssystem für die Logistik von Wirtschaftsdüngern aufgebaut werden. Daran beteiligt sind die NährstoffManagement Niedersachsen eG (NMN eG) unter Mitwirkung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV).

Zum Projektstart trafen sich am Donnerstag Vertreter der Wasserwirtschaft, der Kommunen, der Landwirtschaft und der Logistikbranche im Kreishaus in Cloppenburg, um über das Projekt informiert.  (mrs)
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