Der Verein information.medien.agrar (i.m.a) hatte die Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut Emnid in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden heute in Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) vorgestellt. Demnach wird die Bedeutung der Landwirtschaft für Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland von den Bundesbürgern hoch eingeschätzt.

So sehen 87 Prozent der Bundesbürger in einer funktionsfähigen Landwirtschaft einen wesentlichen Bestandteil für die Lebensqualität und Lebensfähigkeit des Landes. Bei der vorangegangenen Emnid-Untersuchung von 2012 lag dieser Wert bei 78 Prozent. Für mehr als vier Fünftel der Befragten ist „das bäuerliche Leben“ ein wichtiger Bestandteil der deutschen Kultur. Auch hier gab es ein Plus von 9 Prozentpunkten. Mit gut zwei Drittel stimmen inzwischen mehr Deutsche der Aussage zu, dass die heimische Landwirtschaft die Versorgung mit Nahrungsmitteln sichert.

Bauern fast so beliebt wie Ärzte

In der Rangliste der wichtigsten und zukunftsträchtigsten Berufe haben die Landwirte die Polizisten überholt und sind auf Platz zwei hinter die Ärzte vorgerückt. Gleichzeitig zählen die Nachwuchssorgen neben einer unsicheren Einkommenssituation, einem Übermaß an Bürokratie und internationaler Konkurrenz in den Augen der Öffentlichkeit zu den größten gegenwärtigen Problemen der heimischen Landwirtschaft, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied bei der Vorstellung der Studie.

Fakten zur Umfrage
Die Meinungsumfrage zum „Image der deutschen Landwirtschaft 2017“ hat Emnid vom 13. bis 24. Februar 2017 erhoben. Mit 1000 Interviews bei der deutschsprachigen Bevölkerung in Privathaushalten ab 14 Jahren ist die Untersuchung repräsentativ. Emnid führt diese Untersuchung seit 1966 alle fünf Jahre im Auftrag vom gemeinnützigen Verein i.m.a – information.medien.agrar e.V. durch. Eine Reihe unveränderter Fragen erlaubt einen Langzeitvergleich.
Rund 79 Prozent der Bevölkerung haben laut der Erhebung ein positives Bild von den Bäuerinnen und Bauern. In ländlichen Regionen liegt der Anteil höher als in Städten. Deutlich geringer fällt hingegen die Zustimmung zum Konzept der „modernen Landwirtschaft“ aus, die von 61 Prozent der Befragten positiv bewertet wird. Dieses Resultat zu verbessern, „muss uns Verpflichtung sein“, so Rukwied.  Hierzu zähle er insbesondere  Fragen zur Tierhaltung und dem Umweltschutz  „Die Ergebnisse der Emnid-Untersuchung bestärken uns, dass die Bauernfamilien mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit den richtigen Weg eingeschlagen haben - sie sind für uns Ansporn“, bewertete Rukwied, der auch Vorsitzender des i.m.a ist, die Emnid-Untersuchung. Er versprach, den Dialog mit den Verbrauchern weiter auszubauen. (mrs/jst)
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