Damit würden die Anstrengungen in der Wertschöpfungskette Fleisch zur Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung endlich auch für den Verbraucher sichtbar, stellte der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) fest. Konsequent und wichtig sei es nun aber auch, die bisher üblichen Verkaufsstrategien des Handels stärker auf das Tierwohl auszurichten. Zu überdenken sei dabei insbesondere die Kommunikation der mittlerweile schon zur Routine gewordenen Rotstiftaktionen der Handelsketten.

Dass Produkte tierischer Herkunft vor langen Wochenenden verstärkt an die Verbraucher gebracht würden, sei im Grunde nicht verwerflich, denn schließlich sei Frische nach wie vor das wichtigste Qualitätsmerkmal. Den Landwirten fehle aber jedes Verständnis, dass durch immer wiederkehrende Dumpingpreise den tierischen Lebensmitteln das Image der Billigproduktion angehängt werde und sich damit der falsche Eindruck eines unzureichenden Tierwohls auf den Höfen verfestige.

Das Verramschen hochwertig erzeugter Lebensmittel sollte deshalb endlich der Vergangenheit angehören, betonte der RLV. Die hohe Bereitschaft der Landwirte, sich beim Tierwohl trotz höchster Standards noch mehr zu engagieren, müsse die angemessene Anerkennung finden. (az)
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