Ab Herbst 2014 will das Hamburger Handelsunternehmen Edeka die ersten Eigenmarken mit dem „ohne Gentechnik" Siegel kennzeichnen. Als Ziel gibt der Vorstandsvorsitzende Markus Mosa an, dass bei allen Produkten der Eigenmarken die dafür eingesetzten Futtermittel für Schweine, Rinder und Geflügel auf heimische Futtermittel oder auf zertifiziertes gentechnikfreies Soja umgestellt sind. „Dies werden wir auch transparent auf Verpackungen unserer Eigenmarken zeigen", sagte Mosa.

Derzeit liefen bereits umfangreiche und strenge Prüfprozesse bei den Vorlieferanten für geeignete Produkte, heißt es bei der Edeka weiter. Ab September 2014 sollen die ersten Produkte mit Label in den Edeka-Märkten zu finden sein.

Seit August 2009 gibt es das Label „ohne Gentechnik", welches der Verband „Lebensmittel ohne Gentechnik" vergibt. Bei tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Eier oder Milch beziehen sich die dafür bestehenden Kriterien auf die Futtermittel, welche die Tiere erhalten haben.

Dabei lassen die Anforderungen Ausnahmen vom Verbot von gentechnisch veränderten (GV-)Futterpflanzen zu. Bei Schweinen gilt es nur für die letzten vier Monate vor der Schlachtung, bei Milch-produzierenden Tieren für die letzten drei Monate und bei Legehennen für die letzten sechs Wochen vor Auslieferung der Eier. Zulässig sind außerdem Futtermittelzusätze wie Vitamine, Aminosäuren oder Enzyme, bei deren Herstellung gentechnisch veränderte Mikroorganismen eingesetzt wurden. (sta)
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