Artenvielfalt

Häusling facht Diskussion an


"Wir sind dann mal weg: die (un-)heimliche Artenerosion in Europas Agrarlandschaften" ist der Titel des Dossiers, das der Journalist Stephan Börnecker im Auftrag des Europaabgeordneten und agrarpolitischen Sprechers der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, Martin Häusling, verfasst hat. Kurz vor dem Start der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin will Häusling das Thema Artenvielfalt so in den Diskussionsfokus rücken. 

Häusling kritisiert die industrielle Ausrichtung der europäischen Landwirtschaft und Agrarpolitik, insbesondere die EU-Agrarreform 2013 sowie den steigenden Absatz von Pestiziden. Bereits für „gescheitert“ hält er das Greening innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die die ursprüngliche Idee der Biodiversitätsförderung sei im Rahmen der GAP durch zahlreiche Aufweichungen und Ausnahmeregelungen zu stark verwässert worden, so Häusling.

Um die Trendwende im Artenrückgang bis 2020 zu erreichen, seien sowohl die
EU-Kommission als auch die Mitgliedsstaaten gefordert, dem Naturschutz mehr Priorität einzuräumen. Dazu gehöre auch, in aller Deutlichkeit den Beitrag der Landwirtschaft am Verlust beziehungsweise dem Erhalt der Biodiversität zu bilanzieren, so Häusling. (mrs)
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