Ukraine

Handelsabkommen mit EU verschoben

Das Handelsabkommen zwischen der EU und der Ukraine soll erst 2016 in Kraft treten. Dafür wird der bestehende erleichterte Zugang zum EU-Markt für ukrainische Exporteure über den 1. November hinaus verlängert. Darauf verständigte sich EU-Handelskommissar Karel De Gucht mit seinen Kollegen aus der Ukraine und aus Russland.

Russland wehrt sich heftig gegen das Handelsabkommen der EU mit der Ukraine. Russland befürchtet, dass europäische Waren bei zollfreiem Zugang in die Ukraine auch nach Russland gelangen könnten und dort den Außenschutz unterlaufen.

Die Regierung in Kiew fordert dagegen das Handelsabkommen. Jetzt wurde erst mal Zeit zum Nachdenken und Neuverhandeln geschaffen. Die EU sei der Ukraine nicht in den Rücken gefallen, argumentiert De Gucht.

Schließlich käme das Land jetzt schon in den Genuss einseitiger Vorteile durch den zollfreien Marktzugang in der EU. Die ersten Wirkungen für die wirtschaftliche Stabilität seien bereits erkennbar, betonte eine Kommissionssprecherin. (Mö)
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