Udo Hemmerling meldet sich in seiner neuen Funktion als Vorsitzender der jetzt eingerichteten Arbeitsgruppe „Direktzahlungen und Greening“ bei dem Dachverband für EU-Landwirte und Genossenschaften, Copa-Cogeca, zu Wort. Er fordert „mehr Zeit“ für die Landwirte bei der Umsetzung der Greening-Vorgaben in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).

Hemmerling, der ebenfalls stellvertretender Generalsekretär im Deutschen Bauernverband ist, sprach sich kürzlich in Brüssel außerdem für ein gewisses Maß an Toleranz in den ersten Jahren der neuen GAP aus. Da viele Fragen der Landwirte zum Greening noch nicht beantwortet seien und auch die Umsetzung der GAP in den Mitgliedstaaten noch laufe, rechnet Hemmerling gerade in der ersten Zeit mit einem erhöhten Risiko für „versehentliche Verstöße“ gegen die Greening-Vorgaben, berichtet das Agrarische Informationszentrum in Wien weiter.

Da an die Umsetzung der im Greening vorgeschriebenen Umweltmaßnahmen auch ein Teil der Direktzahlungen gekoppelt ist, hätten Verstöße Auswirkungen auf die Zahlung dieser Gelder. Besuche im Betrieb, um Landwirte zu beraten und ihnen bei der korrekten Umsetzung der Greeningregeln zu helfen, seien deshalb „äußerst wichtig“, so Hemmerling weiter. (az)
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