Zukunftsmodell

Hendricks verlangt Umbau der Agrargelder

Barbara Hendricks heute in Berlin bei der Vorstellung der Xanexus-Studie.
-- , Foto: BMUB/Sascha Hilgers
Barbara Hendricks heute in Berlin bei der Vorstellung der Xanexus-Studie.

Hendricks stellte heute in Berlin Vorschläge der Zanexus-Studie vor, wie gezielt die Leistungen der Landwirtschaft für den Schutz von Natur, Boden, Wasser oder Klima gefördert werden können. Die Ministerin plädiert auf dem Agrarkonkress in Berlin für ein neues Auszahlungssystem von Agrargeldern.  Bislang richtete sich die Förderung vor allem nach der bewirtschafteten Fläche.

Hendricks will einen Umbau der Agrarzahlungen: „Wir müssen dieses absurde Fördersystem gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten dringend ändern. Öffentliches Geld sollte es in Zukunft nur noch für öffentliche Leistungen geben.“

Der Umsetzungsvorschlag bezieht sich auf die nächste Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP, die im Jahr 2021 beginnt. Wissenschaftler der Zanexus-Studie wollen die Zahlungen schrittweise vollständig an die Erbringung öffentlicher Leistungen knüpfen. Bis zu 40 Prozent des EU-Haushalts geht an die Landwirtschaft. Die Öffentlichkeit ist für diese Summe nur zu gewinnen, wenn die Leistungen der Landwirte auch dem Gemeinwohl nutzen. Hendricks betonte in ihrer Rede heute in Berlin beim Agrarkongress, dass sie keinem Landwirt das Geld streichen will. Sondern nun eine Umverteilung anstrebe. Weg von Zahlungen, die dem Anbau von Marktfrüchten dienen, hin zu mehr Umweltleistungen.
Hendricks setzt sich in diesem Zusammenhang auch für eine Umschichtung der laufenden Agrarfördergelder ein. Sie will erreichen, dass die Bundesregierung bis zum Sommer 2017 bei der EU-Kommission den Vorschlag einreicht, 15 Prozent der Gelder aus der 1. Säule in die 2. Säule zu transferieren. Bisher sind es 4,5 Prozent. (da)

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