Bundesumweltministerium

Hendricks verordnet Fleischverzicht

Bei Veranstaltungen des Bundesumweltministeriums soll ab sofort auf Fleisch und Fisch verzichtet werden. Für die Bewirtung der Gäste sollen zudem Produkte aus dem Ökolandbau verwendet werden, heißt es in einer aktuellen Anordnung an die Mitarbeiter des Ministeriums. Die Behörde will damit zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Ernährung beitragen und selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

Mit ihrem Vorstoß löst Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bei ihren Kabinettskollegen und beim Koalitionspartner Kopfschütteln und Widerspruch aus. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) nannte die Anordnung einen „Veggy-Day durch die Hintertür“ und betonte, beim Thema Ernährung weiter auf „Bevormundung und Ideologie“ verzichten zu wollen.

„Wohin sollen die Absurditäten aus dem Hause Hendricks noch führen?“, fragte die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler (CSU). Hendricks enttäusche die tierhaltenden Landwirte erneut. Und dass, obwohl sich die Ministerin gerade erst wegen ihrer „unmöglichen Bauernregeln" bei den Bäuerinnen und Bauern entschuldigt habe.

Einen Trost gibt es für die Mitarbeiter des Umweltministeriums: Für die Kantine gilt der Fleisch- und Fischverzicht nicht. (SB)
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