Umweltschutz

Hendricks wirbt für Klimaschutzplan

Der Klimaschutzplan von Barbara Hendricks liegt seit dieser Woche den Ressorts zur Abstimmung vor.
-- , Foto: jst
Der Klimaschutzplan von Barbara Hendricks liegt seit dieser Woche den Ressorts zur Abstimmung vor.

Das Projekt des Klimaschutzes muss mit Augenmaß betrieben werden, so Bundesumweltministerin Barbara Hendricks heute in Berlin. Den von ihrem Ministerium vorgelegten Klimaschutzplan 2050 bezeichnete sie in der heutigen Haushaltsdiskussion im Bundestag als „Modernisierungskonzept". Dieses solle Chancen aufzeigen, alle von den Klimazielen berührten Branchen, insbesondere auch die Landwirtschaft, sollten sich an der konstruktiven Arbeit der formulierten Ziele beteiligen, appellierte Hendricks. Die Landwirtschaft sei noch nicht auf „Klimaschutzkurs", sagte die Ministerin. Der Klimaschutzplan könne sich zu einem Referenzwert entwickeln, an welchem sich andere Länder orientieren könnten.

Deutliche Kritik an Hendricks äußerte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Bärbel Höhn. Nach ihrer Meinung gebe es innerhalb der Bundesregierung kein Konzept zur Lösung des Konflikts zwischen Landwirtschaft und Umwelt. Ihr komme es vor, als gebe es in der Bundesregierung eine Aufgabenteilung, sagte Höhn. Danach sei die Bundesumweltministerin Hendricks zuständig für die „guten Botschaften" an die Bevölkerung, aber tatsächlich geschehe unter dem Druck der Interessengruppen nichts. „Sie kommen nicht durch", so Höhn an die Adresse der Ministerin. (jst)


 
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