In einer Entschließung hat der Bundesrat die Bundesregierung heute dazu aufgefordert  zu prüfen, wie bei allen eihaltigen Lebensmitteln in Fertigpackungen aussagekräftige Angaben zur Haltungsart der Legehennen zu machen sind. Zudem soll sich die Bundesregierung für eine EU-weite Ausdehnung der Angaben zur Haltungsart einsetzen. Der Bundesrat begründete seinen Vorstoß damit, dass die Verbraucher mehrheitlich Eier aus Käfighaltungen ablehnen, bislang mangels entsprechender Kennzeichnung jedoch keine Möglichkeit haben, die Haltungsart der Legehennen bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen.

Die deutsche Eierwirtschaft begrüßte den Vorschlag der Länderkammer. Auch einer EU-weit geltenden Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln, die Eier oder Eiprodukte enthalten, stimmt die Wirtschaft zu. Verbraucher sollten auf den ersten Blick erkennen können, aus welchem Land und aus welcher Haltungsform die weiterverarbeiteten Eier stammen, erklärte  Dr. Bernd Diekmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei (BDE) und Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG). 

Als ersten Schritt sehe die deutsche Eierwirtschaft jedoch die vom BDE bereits mehrfach geforderte verpflichtende Herkunftskennzeichnung sämtlicher Eiprodukte und Eier, die zur Weiterverarbeitung an die Lebensmittelwirtschaft geliefert werden. Hintergrund für die Forderung der deutschen Eierwirtschaft sei das in einigen EU-Mitgliedsstaaten noch immer missachtete Verbot konventioneller Käfighaltung. (sch)
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