Glyphosat

Hersteller wollen Studien öffnen


Die Glyphosate Task Force (GFT) schlägt eine Lesesaal-Lösung als Zugang zu vertraulichen Studien vor. Die GTF nehme die öffentliche Diskussion zur Sicherheit von glyphosathaltigen Produkten zur Kenntnis und sehr ernst, teilt der Zusammenschluss von europäischen Glyphosat-Produzenten heute mit. Daher habe die GFT, dem EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, vorgeschlagen, die Studien der Öffentlichkeit in einer Lesesaal-Lösung zugänglich zu machen. So könnten Kopien aller 14 von der GTF eingereichten Studien zur Kanzerogenität eingesehen werden. Unter Aufsicht sollen Interessenten die Möglichkeit erhalten, die Studien zu lesen. Die GTF betont, dass dies ein Ausnahmefall sei und in keiner Weise einen Präzedenzfall für andere Studien und Substanzen schaffen solle.

Die nun zugänglich gemachten Daten seien bereits fachlich seriös bewertet wurden, betont die deutsche AG Glyphosat. „Diese zusätzliche Transparenz sollte nicht ausgenutzt werden, um wissenschaftlich haltlos zu skandalisieren und Panik zu schüren“, so Ursula Lüttmer-Ouazane, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat. (SB)
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