Förderprogramme

Hessen erhält Zuschlag


EU-Kommission gibt grünes Licht für 647 Mio. € Förderung des ländlichen Raums in Hessen für die kommenden sechs Jahre bis 2020. Auch Mecklenburg-Vorpommer kann sich freuen. Ein entsprechender Partnerschaftsvertrag zwischen der EU und den beiden Ländern wird in Kürze unterzeichnet.
Die EU-Mittel für Hessen betragen 318,9 Mio. €, hinzu kommen 177,8 Mio. € aus nationalen Mitteln sowie 150,5 Mio. € aus weiteren Fördertöpfen. Der Antrag aus Hessen wurde erstmals von der schwarz-grünen Koalition und federführend von dem grün geführten Agrarministerium unter der Leitung von Priska Hinz gestellt. Ein Schwerpunkt der Fördermaßnahmen ist die Erhaltung und Verbesserung der Ökosysteme. Besonders unterstützen will Hinz nach eigenen Angaben die ökologische Landwirtschaft. Wobei Hinz im Interview mit der agrarzeitung (az) in der heutigen Freitagausgabe darauf Wert legt, dass es ein produktives Nebeneinander zwischen konventioneller und ökologisch wirtschaftender Landwirtschaft in Hessen gibt.
Vorgesehen sind auch lokale Entwicklungen des ländlichen Raums. Die Bevölkerung auf dem Land soll mit Unterstützung der Fördergelder einen schnellen Netzzugang erhalten. Dazu ist eine verbesserte Breitbandinfrastruktur vorgesehen.

Hinz führt in diesem Jahr den Vorsitz der Agrarministerkonferenz. Sie setzt sich zusammen mit ihren Amtskollegen für eine stärkere Umverteilung der Gelder von der 1. in die 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik. Damit sollten die Leistungen der Landwirte zielgerichtet entlohnt werden.
Mit Hessen kann ein weiteres Bundesland nun schnell dazu übergehen, die vorliegenden Anträge von Landwirte zur Teilnahme an den Agrarinvestitionsprogrammen zu bearbeiten. Vor einer Woche bekam Sachsen die ersehnte Zusage. Das vollständige Interview mit der hessischen Agrarministerin lesen Sie in der heutigen Freitagsausgabe der agrarzeitung.

Nordosten stärkt den Lebensraum auf dem Land

Mecklenburg-Vorpommern kann für die ländliche Entwicklung 1,2 Mrd. € in den kommenden Jahren vergeben. Davon kommen rund 937 Mio. € aus dem EU-Haushalt und werden durch 263 Mio. € aus Bundes- und Landesmitteln kofinanziert. Agrarminister Till Backhaus will mit dem Geld die Natur erhalten und die wirtschaftliche Entwicklung im Nordosten fördern. (da)
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