Finanzamt

Hilfe für gebeutelte Milcherzeuger


Schwache Milcherlöse bringen derzeit Milchbetriebe in arge Bedrängnis. "Die Lage der Rinder haltenden und Milchvieh haltende Betriebe ist verheerend", sagte heute Helmut Gumpert, Bauernpräsident in Thüringen gegenüber agrarzeitung.de. Gumpert führt die brenzlige Situation auch darauf zurück, dass die Unternehmen derzeit Steuerbescheide bekommen, die Rückzahlungen fordern. "In den vergangenen zwei Jahren haben die Landwirte gut verdient", so Gumpert. Auf Grund dieser relativ hohen Gewinne in den Jahren 2013 und 2014 bekommen nun viele landwirtschaftlichen Betriebe Post vom Finanzamt. Darin enthalten sind zum einen Nachzahlungen sowie erhöhte Vorauszahlungen für die diesjährige Steuer. Diese Zahlungen kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da die Betriebe auf Grund der niedrigen Milchpreise kaum liquide sin.

Um aktute Fälle abzumildern, können Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern Anträge beim zuständigen Finanzamt stellen auf eine Anpassung der Vorauszahlungen sowie Stundung der Rückzahlungen. Dies teilt das Agrarministerium in Schwerin mit.

Bauernpräsident Gumpert bringt in diesem Zusammenhang auch wieder die Forderung einer Risikoausgleichszulage ins Spiel. Diese Begünstigung lehnt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vehement ab. Landwirte sollten nach den Vorstellungen des Bauernverbandes in guten Zeiten steuerfreie Rücklagen bilden können, die sie in Krisenzeiten zur Überbrückung nutzen könnten. Das vollständige Interview mit Bauernpräsident Gumpert und Bodo Ramelow (Die Linke), dem Ministerpräsidenten des Landes Thüringen, lesen Sie in der aktuellen Freitagsausgabe der agrarzeitung.  (da)

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