EU-Agrarministerrat

Hilfspaket für die Milcherzeuger


Vorgezogene Direktzahlungen, zusätzliche Exportanstrengungen und direkte Zuwendungen an die am meisten Betroffenen Erzeuger aus dem EU-Agrarhaushalt sind mögliche Antworten der EU-Kommission. Frankreich erhebt als zentrale Forderung eine Anhebung der Interventionspreise und wird dabei von Österreich, Belgien und zahlreichen osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten unterstützt. Mit dem staatlichen Aufkauf von Butter und Magermilchpulver stützt die EU-Marktordnung einen Milchpreis von lediglich rund 21 ct/kg. EU-Agrarkommissar Hogan ist bereit, die vorhandenen Instrumente der EU-Markordnung in voller Breite zu nutzen. Aber die Intervention auszubauen und vom Marktkurs der GAP abzuweichen, lehnt Hogan bisher entschieden ab.

Auf der Straße vor dem Ratsgebäude in Brüssel werden am Montagmorgen zahlreiche Milcherzeuger mit ihren Treckern vorfahren und Maßnahmen von der EU-Kommission gegen die gesunkenen Milchpreise fordern. Neben der Milch werden zudem Hilfen für die Schweinfleischerzeuger Thema auf dem Sonderrat sein. Zahlreiche EU-Mitgliedstaaten fordern die Öffnung der privaten Lagerhaltung für Schweinefleisch. Selbst traditionell marktorientierte Länder wie Dänemark und die Niederlande treten wegen des Preistals für die PLH für Schweinefleisch ein. Unter „Sonstiges“ stehen die Trockenheit in Polen und Rumänien sowie die afrikanische Schweinepest in den baltischen Ländern. Der halbtägige Rat beginnt um 14:30 und das Ende ist für 18 Uhr angesetzt. (Mö)
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