Das Hilfspaket der EU für Milchviehhalter wird zu keiner spürbaren Verbesserung der desaströsen Marktsituation für Milchviehhalter führen. Diese Ansicht vertreten Landwirte in Sachsen-Anhalt. Die Höhe der in Aussicht gestellten Mittel für die Milchmengenreduzierung von 150 Mio. € in der EU reiche bei weitem nicht aus, um die angespannte Situation bei den Milcherzeugern zu lösen. Und die Auszahlung der Beihilfe von 14 Cent/Liter für jeden reduzierten Liter Milch im März 2017 sei für Betriebe viel zu spät. Nach Ansicht der Bauernvertreter sind in Ostdeutschland Hilfen unabhängig von den Betriebsstrukturen wirkungsvoller.

Die einzelbetrieblichen Finanzhilfen würden nicht sicherstellen, dass die Milchanlieferung aus anderen Betrieben nicht weiter erhöht wird. Nach wie vor vermissen die Landwirte von der Politik ein deutliches Bekenntnis zur verpflichtenden, zeitgemäßen Vertragsgestaltung zwischen Milcherzeugern und Molkereien mit dem Ziel einer besseren Planbarkeit von Mengen und Preisen und einer Risikoverteilung innerhalb der Wertschöpfungskette. (da) 
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