Dürre wird in zukunft zunehmen
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Dürre wird in zukunft zunehmen

In Japan hat heute morgen der Weltklimarat seinen neuesten Bericht vorgestellt. Steigende Temperaturen werden künftig für mehr Hitzewellen sowie Überschwemmungen sorgen. Bis zum Ende des Jahrhunderts sagen die Wissenschaftler eine Erderwärmung von bis zu 4,8 Grad Celsius voraus. Diese dürften auch die Ernten von Mais, Getreide und Reis beeinträchtigen.

Systeme wie Korallenriffe und die Arktis seien irreperabel geschädigt. In Europa warnt der IPCC vor Hochwasserschäden, bedingt durch einen steigenden Meeresspiegel und Starkregen. In Südeuropa wird sich die Wasserknappheit verschärfen.

Die Wissenschaftler fordern die Regierungen auf, Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung und Senkung der Treibhausgase umzusetzen. Aber auch Küstenschutz oder wassersparende Bewässerungssysteme führten zum Erfolg.

Auch die sicherheitspolitischen Aspekte des Klimawandels betrachtet der IPCC-Bericht. Der Vorgängerreport 2007 hatte sich noch vor allem auf die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel und dessen Folgen für die Erde konzentriert Dürren oder Überschwemmungen könnten die Spannungen in Entwicklungsländern verschlimmern.

Bundesregierung plant Sofortprogramm

Die damit verbundenen Kämpfe um Ressourcen wie Wasser und Energie sowie Hungerkatastrophen und Wetterextreme könnten insgesamt die Welt weiter destabilisieren, schreiben die Wissenschaftler des von den Vereinten Nationen eingesetzten Intergovernmental Panel on Climate Change.

Ein Sofortprogramm der Bundesregierung werde in Kürze kommen, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Reaktion auf die Ergebnisse des Weltklimarates heute morgen im Deutschlandfunk.

Am wichtigsten sei die Vermeidung von Klimaerwärmung, zugleich müsste es auch Anpassungsstrategien geben. So solle zusätzliche Klimaerwärmung vermieden werden, aber zum Beispiel soll auch ein nationaler Hochwasserschutzplan erarbeitet werden, so Hendricks. (da)
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