Düngemittelrecht

Hoftorbilanz wird zur Pflicht

Die umstrittene Hoftorbilanz wird nun doch kommen, aber nicht so heißen. Die große Koalition einigte sich darauf, eine einzelbetriebliche Stoffstrombilanzierung einzuführen, die künftig als „verbindliche betriebliche Stoffstrombilanz“ bezeichnet werden soll. Das bestätigte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion Franz-Josef Holzenkamp gegenüber agrarzeitung.de.

Die agrarpolitischen Sprecher der Fraktionen haben sich darauf verständigt, dass die verbindliche betriebliche Stoffstrombilanz ab 2018 gelten soll. Stoffstrombilanzen für den Gesamtbetrieb seien ein gutes Instrument zur Erfassung aller betrieblichen Nährstoffströme. Damit könne ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Umweltwirkungen landwirtschaftlicher Betriebe geleistet werden. Zudem würden die Betriebe wichtige Daten zur Verbesserung der Futterverwertung erhalten.

Politiker der Opposition begrüßten die Einigung. Der Druck von SPD, Bündnis 90/Grünen und vielen Verbänden haben den Widerstand von CDU/CSU und Deutschen Bauernverband gebrochen, stellte der Agrarpolitische Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, fest. „Gewerbliche Betriebe mit vielen Nutztieren und zu wenig Fläche, die Gülle eher entsorgt haben, anstatt sie in einem sinnvollen Nährstoffkreislauf zu führen, werden es zukünftig schwerer haben ihre Güllemengen irgendwo unreguliert zu verbringen“, hofft Ostendorff. (SB)
stats