Direktzahlungen

Hogan mildert Strafen


Landwirte beantragen zuweilen Direktzahlungen für Flächen, die sie gar nicht haben oder die nicht anspruchsberechtigt sind. Die überzähligen Flächen ohne Anrechte auf Direktzahlungen dürfen die nationalen Verwaltungen bisher verdoppeln und dann von der beihilfeberechtigten Fläche abziehen. Diese Strafen sollen nun abgemildert werden. Für überzählige Flächen wird ab dem Jahr 2016 nur noch der 1,5 fache Strafsatz festgesetzt. Beantragt ein Landwirt mit 100 ha also Direktzahlungen für 110 ha wurden bisher bis zu 20 ha von den 100 ha abgezogen. Zukünftig sollen nur noch 15 ha abgezogen werden. Für Abweichungen unter 10 Prozent vermindern sich die Abzüge noch mal um die Hälfte, wenn es sich um einen erstmaligen Verstoß handelt. Landwirte machten sich Sorgen über unbeabsichtigte Fehler, die zu empfindlichen Strafen und Einkommenseinbußen führen können, erklärte EU-Agrarkommissar Phil Hogan im EP-Landwirtschaftsausschuss in Straßburg. Mit der GAP-Reform seien die Landwirte mit einer Fülle von neuen und komplexen Regeln ausgesetzt, führte Hogan aus. Deshalb werde die EU-Kommission wo möglich, Vereinfachungen durchführen. (Mö)
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