Milchquoten

Hogan nimmt Abschied


Jetzt könnte der EU-Milchsektor sich am Nachfragewachstum in Asien beteiligen, erklärte Hogan in Brüssel. Bisher habe man diese Wachstumsmöglichkeiten den Neuseeländern überlassen müssen. Der EU-Agrarkommissar entgegnete Befürchtungen um ein erneutes Überangebot in der EU nach dem Quotenende. 2014 sei die Milcherzeugung im EU-Durchschnitt um schon um 5,5 Prozent gestiegen. Trotzdem sei der Preis mehr oder weniger stabil geblieben, was vor allem auf zunehmende Exporte zurückzuführen sei. In den vergangenen fünf Jahren hätten sich die Exportmengen der EU um 45 Prozent gesteigert. Mit dem Quotenende sollte sich dieser Trend fortsetzen. Hogan setzt auf Käseexporte und functional food mit besonders hoher Wertschöpfung. Die EU-Kommission will den Absatz vor allem in Asien unterstützen und gibt Zuschüsse zu Werbekampagnen. Milcherzeuger in der EU kämen besser Kredite heran, seitdem sich die Europäische Investitionsbank (EIB) im Sektor engagieren wolle. Die Preise würden nach dem Quotenende stärker schwanken, hob Hogan hervor. Der Kommissar möchte deshalb das Informationsangebot der EU-Beobachtungsstelle für den EU-Milchmarkt verbessern und kündigte dafür Vorschläge an. Der Staat werde sich mit dem Quotenende zwar aus der Mengensteuerung hausziehen, aber weiterhin Begleitmaßnahmen anbieten. Der EU-Kommissar weist auf die Unterstützung in den Programmen zur Entwicklung des Ländlichen Raums hin. Die Milchquote wurde 1984 eingeführt, um Butterberge und Milchseen in den Griff zu bekommen. Am 31. März 2015 laufen die Quoten aus. Der Beschluss zum Quotenende wurde im EU-Agrarministerrat 2003 gefällt. (Mö)    
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