Private Lagerhaltung

Hogan stützt den Milchmarkt


Auf dem EU-Agrarrat drängten zahlreiche EU-Mitgliedstaaten auf verstärkte Preisstützungen. Die EU-Kommission reagierte zurückhaltend. Sie will aber zumindest die Private Lagerhaltung (PLH) für Milchprodukte verlängern. Eine Anhebung der Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver lehnt die EU-Kommission dagegen entschieden ab. „Höhere Interventionspreise sind kontraproduktiv", betonte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Die Milcherzeuger sollten auf die schlechten Marktpreise reagieren und ihre Produktion drosseln, forderte der Kommissar. Höhere Interventionspreise seien deshalb das falsche Signal in Zeiten von Überschüssen. Polen, Ungarn, Frankreich, Belgien, Tschechien, die Slowakei und Slowenien hatten sich auf dem EU-Agrarrat für höhere Interventionspreise ausgesprochen.

Die PLH für Schweinefleisch will Hogan nicht wieder öffnen. Die Lagerhilfen gab es von März bis Anfang Mai, ohne die Preise für Schweinefleisch stabilisieren zu können. Das einzige Instrument zur Stützung der Schweinefleischpreise sollte deshalb nicht verschlissen werden und weiter wirkungsvoll zu bleiben, stellte der EU-Agrarkommissar klar. Österreich und Frankreich hatten die erneute Öffnung der PLH-Schweinefleisch gefordert. (Mö)  
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