Wenn sich die Preise für Schweinefleisch nicht erholten, sei eine erneute Öffnung der Privaten Lagerhaltung (PLH) möglich, kündigte EU-Agrarkommissar Phil Hogan an. Allerdings müssten die Lagerbeihilfen dazu neu organisiert werden, führte der Kommissar im Agrarausschuss des Europaparlaments aus. Zum Beispiel hätten Frankreich und Rumänien die PLH für Schweinefleisch bisher kaum in Anspruch genommen, wohingegen Deutschland und Spanien reichlich davon Gebrauch machten. Die EU-Kommission analysiere zurzeit, woran die unausgewogene Verteilung liege. Möglicherweise seien Mengenobergrenzen für die einzelnen EU-Mitgliedstaaten bei einer weiteren PLH-Runde eine Lösung, überlegte Hogan im Ausschuss. Um den Handel mit Russland wiederzubeleben, sollte wenigsten der russische Landwirtschaftsminister wieder in die EU reisen dürfen. Hogan nahm damit die Anregung der Abgeordneten auf. Eine Anhebung der Interventionspreise für Magermilchpulver und Butter lehnt die EU-Kommission dagegen weiterhin ab. Die Erzeuger reagierten bisher kaum auf die schlechten Milchpreise und höhere Interventionspreise würden die nötige Anpassungsreaktion noch hinauszögern, warnte Hogan. (Mö)
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