EU-Agrarministerrat

Hogan will Ökoverhandlungen fortsetzen

„Wir werden den Vorschlag nicht zurückziehen", stellte Hogan auf dem EU-Agrarrat in Brüssel klar. Dazu stünde zu viel auf dem Spiel. Schließlich hätten sich die beteiligten in Brüssel schon auf weite Teile einer neuen EU-Ökoverordnung geeinigt. Eine Überarbeitung der Regeln für den Import von Bioprodukten und eine Harmonisierung der Vorschriften in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten sei auch dringend notwendig, führte der EU-Kommissar aus.

Bei den umstrittenen Grenzwerten für unerlaubte Stoffe im Ökolandbau stehe eine Einigung noch aus. Die EU-Kommission bestehe darauf, dass Rückstände von Pflanzenschutzmitteln zu Sanktionen im Biobetrieb führten, das erwarte der Verbraucher. Von einer Sackgasse in den Verhandlungen wollte Hogan aber nicht sprechen. Während der Aussprache im Rat forderten Italien, Belgien und einzelne weitere EU-Mitgliedstaaten ebenfalls Grenzwerte für unerlaubte Stoffe im Ökolandbau. Die meisten hielten aber am Kompromiss des Agrarrates vom Juni 2015 fest, nach dem es keine gesonderten Grenzwerte für den Ökolandbau geben soll. Trotz der verhärteten Fronten wollen auch die EU-Mitgliedstaaten die Verhandlungen fortsetzen. Der Trilog zwischen Rat, Parlament und Kommission scheiterte vergangene Woche an der Frage der Grenzwerte. (Mö)
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