GAP-Umfrage

Hohe Beteiligung der EU-Bürger

„Der heutige Tag ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Zukunft der GAP und eine Gelegenheit, alle Interessensgruppen in die Debatte miteinzubinden", erklärte EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan. „Die Reaktion auf die Befragung zeigt das große öffentliche Interesse an der EU-Agrarpolitik, die weiterhin einen dynamischen Landwirtschaftssektor, sichere und qualitativ hochwertige Lebensmittel für 508 Millionen Bürger und ein erhebliches Investment in ländliche Regionen fördert", so Hogan.

Landwirte unterstützen und Umwelt schützen

„Die Auswertung der öffentlichen Konsultation macht den Wunsch der Bürger deutlich, die Landwirtschaftspolitik nach wie vor auf EU-Ebene zu regeln. Die beiden wichtigsten Ziele der GAP sollten die Unterstützung der Landwirte und der Schutz der Umwelt sein", so der Kommissar.

Faire Bedingungen für Landwirte bieten

Konkret sind 88 Prozent der Befragten der Meinung, dass die EU-Agrarpolitik faire Wettbewerbs- und Lebensbedingungen für die landwirtschaftlichen Betriebe in der EU gewährleisten soll, berichtet das AIZ. Dies sei auch deshalb notwendig, weil die Einkommen dieser Betriebe deutlich unter dem EU-Schnitt der Einkommen anderer Berufsgruppen liegen und die Landwirte für ihre Produkte nur einen relativ kleinen Anteil am Konsumentenpreis für Lebensmittel erhielten, sagen 97 Prozent der Befragten. Für 66 Prozent sind Direktzahlungen die beste Möglichkeit der agrarischen Einkommensunterstützungen.

Klimawandel und umweltgerechte Produktion

Ein weiteres wichtiges Ziel ist es für die Befragten, sicherzustellen, dass die Landwirte ihrer Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel und bei der umweltgerechten Produktion gerecht werden können. Einig sind sich die Vertreter der Landwirte und der übrigen Teilnehmer an der Befragung, dass die GAP künftig weiter vereinfacht werden und der Bürokratieabbau forciert werden soll.

Die Befragung wurde im Februar 2017 von Kommissar Hogan initiiert. Die konkreten Ergebnisse sollen in die Vorschläge zur Modernisierung und Vereinfachungen der Gemeinsamen Agrarpolitik einfließen. (SB)
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