Gegenüber Vorjahr wollen Landwirte in Schleswig-Holstein ihre Milchmenge um 5 Prozent oder 36.500 t Milch gegenüber Oktober bis Dezember 2015 reduzieren. Ob es tatsächlich zu der erwünschten Milchverringerung kommt, hängt jetzt von dem Anlieferungsverhalten der Milcherzeuger ab. Am kommenden Samstag, 1. Oktober beginnt der erste Reduktionszeitraum.
Bis 21. September hatten Erzeuger Zeit, sich am dem EU-Programm zu beteiligen. Für diese Maßnahme, als Teil des zweiten Hilfspaketes der EU, werden europaweit 150 Mio. € aus dem EU-Haushalt bereitgestellt. Pro Kilogramm weniger produzierter Milch werden 14 Cent gewährt. Das Geld würde für eine Reduktionsmenge von 1 Mio. t Milch EU-weit reichen.

Bei einer Überzeichnung dieses Budgets werden die beantragten Reduktionsmengen entsprechend anteilig gekürzt. Eine Mitteilung darüber, wer mit welcher Menge am Programm teilnehmen darf, soll Mitte dieser Woche erfolgen. Die EU-Kommission teilt alle Länderangaben zusammen und ermittelt einen Kürzungs- bzw. Zuteilungskoeffizient. Ende Dezember endet der erste Reduktionszeitraum. Dann müssen die Erzeuger einen Antrag auf Auszahlung bei den Landesbehörden stellen. Auch hier soll ein Onlineantragsverfahren eingerichtet werden.

In Bayern haben nach Informationen von agrarzeitung.de 3.400 Landwirte einen Antrag gestellt. Die Verringerungsmenge beträgt 38.670 t Milch. Sie würden von den verfügbaren 150 Mio. € der EU rund 5,4 Mio. € beanspruchen. (da)
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