Eine intensive Landwirtschaft trägt zum Schutz von bisher nicht genutzten Flächen bei. Das betont der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) nun und erinnert an Empfehlungen des Potsdam Instituts für Kimafolgenforschung (PIK).

Erst im vergangenen Monat haben Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geraten, die Intensivierung der Landwirtschaft zum Schutz von Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt voranzutreiben. Der deutsche Interessenverband Grain Club erkennt diese Verantwortung beim Klimaschutz und fordert Strategien für nachhaltige Produktivitätssteigerungen.

Eine höhere Produktivität auf bestehenden landwirtschaftlichen Anbauflächen sei der beste Flächenschutz und damit der Schlüssel nicht nur für die Begrenzung von Treibhausgasemissionen, sondern auch für eine Verbesserung der Welternährungssituation, so Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter e. V. für den Grain Club.

Dazu gehöre leistungsfähiges Saatgut sowie eine Verbesserung der Agrarhandelsstrukturen. Eine große Herausforderung bleibe die Verringerung der Nachernteverluste, so Schäfer: „Hier müssen insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern Investitionen in Verkehrs-, Verarbeitungs- und Lagerungsinfrastruktur zum Beispiel in Kühlanlagen getätigt werden.“ Als großes Problem, das die Landwirtschaft nicht alleine lösen kann, bezeichnete Schäfer die Verluste an nutzbaren Agrarflächen etwa durch Erosion, Urbanisierung und Versiegelung.(az)
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