Förderung

Hohe Subventionen für Tierwohl in Bayern


In den ersten drei Auwahlrunden dieses Jahres wurden rund 30 Millionen Euro staatliche Zuschüsse für 234 Bauvorhaben bewilligt, teilte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mit. Über die Hälfte der zugelassenen Projekte sind moderne Laufställe für Rinder - insgesamt 178 Bauern haben Subventionen für den Bau solcher Ställe bekommen.

Je tiergerechter die Haltung, desto höher der Zuschuss

Nach Aussage des Ministers wurde die Investitionsförderung gezielt auf Aspekte des Tierwohls ausgerichtet: „Je tiergerechter die Haltung, desto höher der Zuschuss“, sagte Brunner. Gefördert werden nach seinen Angaben generell nur Bauvorhaben, die über den gesetzlichen Vorgaben liegen. Dafür gibt es die „Basisförderung“, die bei 15 Prozent der Investitionskosten liegt.

Wer noch mehr in Tiergerechtigkeit investiert, kann über die „Premiumförderung“ 35 Prozent Zuschüsse erhalten. Fast 90 Prozent der geplanten Investitionen erfüllen dem Minister zufolge die strengen Vorgaben dieser „Premiumförderung“, die den Tieren besonders artgerechte Haltungsbedingungen bietet – etwa mit Auslauf im Freien oder deutlich mehr Bewegungs- und Liegekomfort im Stall. Für den Minister zeigt das Ergebnis, dass die Neuausrichtung der staatlichen Förderung goldrichtig war. „Das Programm ist für unsere Bauern ausgesprochen attraktiv, weil es zeitgemäße Anreize für die Modernisierung der Betriebe bietet“, sagte Brunner.

Um die Umstellung von der Anbinde-Haltung bei Kühen in die tiergerechteren Laufställe voranzubringen, ist ein zusätzlicher Zuschlag von fünf Prozentpunkten möglich, so dass hier die Basisförderung 20, und die Premiumförderung 40 Prozent beträgt. Und um gezielt kleinere und mittlere Betriebe unterstützen zu können, hat der Minister Obergrenzen festlegen lassen: Die maximal möglichen Zuschussbeträge liegen bei 300 000 Euro. Insgesamt stehen für das Programm in diesem Jahr 75 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.(HH)
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