Klimagipfel

Hollande fordert Ergebnisse

Von den Staats- und Regierungschefs werden in Paris konkrete Ergebnisse zur Verringerung des CO2-Ausstoßes erwartet.
-- , Foto: Hartmut910/pixelio
Von den Staats- und Regierungschefs werden in Paris konkrete Ergebnisse zur Verringerung des CO2-Ausstoßes erwartet.

Mit einem eindringlichen Appell wandte sich Frankreichs Präsident Francois Holland an die 150 Staats- und Regierungschefs, die zum Weltklimagipfel nach Paris gekommen sind. „Auf ihren Schultern ruhen die Hoffnungen der ganzen Menschheit", erklärte Holland und forderte von dem Gipfel konkrete Ergebnisse. Positiv bewertete das französische Staatsoberhapt die vorliegenden Absichtserklärungen von 180 Ländern. Aus diesen Vorhaben müssten aber nun auch Taten werden, verlangte der Gastgeber.

„Wir wissen, dass wir heute handeln müssen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Rede auf der Weltklimakonferenz in Paris. „Wir brauchen ein Abkommen, das ambitioniert, umfassend, fair und verbindlich ist“, so Merkel. Auch Deutschland werde seinen Beitrag leisten. Konkret sagte Merkel zu, die Förderung für die Energieforschung deutlich erhöhen.

Für ein entschlossenes Vorgehen im Kampf gegen den Klimawandel warb auch US-Präsident Barack Obama. Er wandte sich gegen die Vorstellung, Klimaschutz sei mit weniger Wirtschaftswachstum verbunden. Im vergangenen Jahr sei die Weltwirtschaft gewachsen, obwohl nicht mehr fossile Brennstoffe verbraucht wurden. Es stünden nun hunderte Milliarden US-Dollar bereit, in saubere Energien investiert zu werden - sofern es ein Signal für Investitionssicherheit gebe. Dieses Signal müsse von Paris ausgehen. Obama sagte zudem den ärmsten Staaten mehr Unterstützung beim Kampf gegen die Folgen der Erderwärmung zu.

Deutliche Worte fand auch der chinesische Staatspräsident Xi Jinping. China arbeite an einer erheblichen Reduzierung seines CO2-Ausstoßes bis 2030. Das Land emittiert mittlerweile von allen Staaten die meisten Treibhausgase. Für eine globale Lösung des Problems benötigten insbesondere die Entwicklungsländer Unterstützung. Beim Kampf gegen die CO2-Emmissionen dürfen die Bekämpfung der Armut nicht vernachlässigt werden, forderte Xi. Ziel müsse es sein, gemeinsam einen gerechten, nachhaltigen Mechanismus zur Bekämpfung des Klimawandels zu finden, von dem am Ende alle profitierten. (SB)
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