Illegale Filmaufnahmen

Holzenkamp wehrt sich

Franz-Josef Holzenkamp zieht sich nach 12 Jahren aus dem Bundestag zurück.
-- , Foto: CDU
Franz-Josef Holzenkamp zieht sich nach 12 Jahren aus dem Bundestag zurück.

Auch auf seinem Betrieb sei eingebrochen worden, bestätigte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Agrarpolitische Sprecher der Fraktion, Franz-Josef Holzenkamp, im Gespräch mit agrarzeitung.de. Der Schweinehalter aus dem Oldenburger Münsterland ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Agravis Raiffeisen AG. Vor zwei Tagen habe ihm das Magazin "Der Spiegel" Video-Sequenzen mit Aufnahmen aus seinen Stallgebäuden geschickt. Er sei aufgefordert worden im Zusammenhang damit insgesamt fünf Fragen zu beantworten. Da diese jedoch seiner Meinung einen sehr tendenziösen Charakter hätten, habe er dies abgelehnt. Stattdessen habe er ein Statement an verschiedene Tageszeitung in seiner Heimatregion Münsterland  gegeben. Ob "Der Spiegel" daraus einen Beitrag erstellen werde sei ihm bisher nicht bekannt, sagte Holzenkamp heute.

Hausfriedensbruch müsse rechtlich geahndet werden

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), Dr. Maria Flachsbarth, bezeichnet Einbrüche in Ställe als inakzeptabel. Es handele sich um Hausfriedensbruch, der rechtlich geahndet werde müsse, sagte sie gegenüber agrarzeitung.de. Unabhängig davon müsse selbstverständlich gewährleistet sein, dass Tierhalter für das Wohl der Nutztiere Verantwortung übernähmen.

Holzenkamp zieht sich aus Bundestag zurück

Franz-Josef Holzenkamp teilte bereits gestern mit, dass er im kommenden Jahr nicht noch einmal für den Bundestag kandidieren werde. Der 56-jährige erklärte seinen Rückzug nach 12 Jahren Bundespolitik mit gesundheitlichen Gründen. (jst)
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