Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken auf der Grünen Woche 2013
-- , Foto: Rheinland-Pfalz
Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken auf der Grünen Woche 2013

In diesem Jahr hatte Landwirtschaftministerin Ulrike Höfken noch auf der Grünen Woche für die Presse posiert, jetzt kündigt sie den Ausstieg des Bundeslandes an. Die Kosten von 250.000 € können besser investiert werden. Der regionale Markt in Berlin und Brandenburg spiele für Rheinland-Pfalz kaum eine Rolle sagte sie gegenüber dem SWR.

Die Einrichtung von Gemeinschaftsständen auf Messen wie der Prowein, der Biofach oder der Kulinaria werden weiterhin unterstützt, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Zudem werde das Ministerium weiterhin in Berlin präsent sein und die Messe als Forum der öffentlichen Meinungsbildung nutzen.

„Begleitend zur Internationalen Grünen Woche werden wir zu Veranstaltungen und Diskussionsforen einladen, unseren Erzeugern und Produkten eine Bühne bieten und aktuelle Themen der Agrar- und Ernährungspolitik mit Politik und Wirtschaft diskutieren“, kündigte Höfken an.

Bei Landwirten stößt diese Entscheidung auf Unverständnis. Norbert Schindler, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd kritisierte die Entscheidung als Armutszeugnis. Während diverse "grüne Spielwiesen" mit hohem finanziellen Aufwand unterstützt werden, werde der wichtigste Messeauftritt für heimische Lebensmittel und Weine abgesagt, so Schindler in einer Mitteilung. (hed)
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