Handelsgespräche

ISN hofft auf Exporte nach Mexiko

Die europäischen Schweiehalter sind beim Export bisher von einigen wenigen Zielländern wie China, Japan und Korea abhängig. Mit Mexiko könnte in Zukunft ein weiterer Markt an Bedeutung gewinnen. Derzeit verhandeln die EU und Mexiko über einen besseren Marktzugang für Schweinefleisch und Milchprodukte aus der EU.

Die Schweinehalter in Deutschland erhoffen sich von den Verhandlungen Vorteile. Eine weitere Öffnung des mexikanischen Marktes wird von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Deutschland (ISN) begrüßt. Die Exporte könnten den europäischen Markt entlasten und gleichzeitig die Abhängigkeit von einzelnen Exportländern auf mehrere Zielländer besser verteilen, so die ISN. Vor dem Hintergrund der aktuellen Unstimmigkeiten im Verhältnis zwischen den USA und Mexiko dürften durchaus Absatzchancen für europäisches Schweinefleisch auf dem mexikanischen Markt gegeben sein, hofft die Organisation.

Mexiko ist nach China und Japan der drittgrößte Importeur von Schweinefleisch. In den Monaten Januar bis April 2017 summierten sich die Einfuhren auf mehr als 300.000 t. Die EU spielt mit einer Exportmenge von weniger als 10.000 t bisher keine große Rolle. Wichtigster Handelspartner sind die USA, die in den ersten vier Monaten dieses Jahres 265.000 t Schweinefleisch nach Mexiko exportierten. (SB)
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