Initiative Tierwohl

ISN kritisiert Ausstieg des Tierschutzbundes

Mit seinem Ausstieg aus der Initiative Tierwohl (ITW) stößt der Tierschutzbund bei der Interessengemeinschaft der Schweinhalter Deutschlands (ISN) auf Kritik und Unverständnis. Der Tierschutzbund lege eine merkwürdige Diskussionskultur an den Tag, kritisiert die ISN. Die Schweinehalter werfen den Tierschützern vor, Fundmentalopposition zu betreiben und Kompromisse abzulehnen. „Das kann nicht funktionieren“, heißt es in einer Stellungnahme der ISN.

Auch fachlich sei der Tierschutzbund „auf dem Holzweg“. Zwar werde der Tierschutzbund nicht müde die Kriterien-Auswahl bei der ITW zu kritisieren, dafür seien im Rahmen der Initiative aber auch alle Bereiche – Ferkelerzeugung, Ferkelaufzucht und Mast – eingebunden. Beim eigenen Label habe der DTB es trotz häufiger Ankündigungen bislang noch nicht über die Mast hinaus geschafft.

Mit einer breit angelegten Initiative und der Einbindung vieler Schweinehalter und Tiere sei für das Tierwohl weit mehr erreicht, als mit einem System, das „nach den Sternen greift und nur einen homöopathischen Umfang erreicht“, stellt die ISN fest. Der Austritt ist nach Ansicht der ISN ein kalkuliertes Manöver, bei dem die Gründe in anderen Bereichen liegen, beispielsweise, dass man von den Problemen des eigenen Labels ablenken möchte. (SB)
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