Düngerecht

ISN warnt vor neuen Belastungen

Große und flächenarme Schweinemastbetriebe müssen die Verwertung der Wirtschaftsdünger ab 2018 aufwändiger dokumentieren. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) befürchtet erhebliche Auswirkungen auf schweinehaltende Betriebe. Besonders kritisch sieht die ISN die Länderöffnungsklauseln, die es ermöglichen, in einzelnen Bundesländern zusätzliche Einschränkungen zu beschließen. Als einzig positiven Aspekt sehen die Vertreter der Schweinehalter die nun geschaffene Klarheit darüber, wie in Zukunft mit den Nährstoffen zu verfahren ist. Trotz des von der Europäischen Kommission und Umweltschützern aufgebauten Drucks, dürften nun aber keine Schnellschüsse abgegeben werden. 


Die Agrarexperten von Union und SPD hatten sich in der vergangenen Woche nach monatelangem Streit beim Düngerecht geeinigt. Danach müssen Mastbetriebe ab 2.000 Schweinen und Betriebe mit mehr als 3 Großvieheinheiten je Hektar für Nährstoffe eine Hoftorbilanz erstellen, die künftig als "betriebliche Stoffstrombilanz" bezeichnet werden soll. Der gefundene Kompromiss soll nun schnell im Gesetzgebungsverfahren umgesetzt werden. Geplant ist, das Düngegesetz, die Düngeverordnung und die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen im Bundesrat im Paket zu beschließen. (SB)
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