Blauzungenkrankheit

Impfung wird dringend empfohlen

Die Blauzungenkrankheit grassiert seit Monaten in Frankreich, Italien und in einigen Balkanstaaten und breitet sich in Richtung Deutschland aus. Die Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz empfiehlt deshalb die Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen mit den Serotypen 4 und 8. 2017 gab es in Deutschland noch keinen Ausbruch. Mit der Impfung soll einer Ansteckung der Tiere vorgebeugt werden.

Der Krankheitserreger wird durch Gnitzen (Stechmücken) übertragen, die bei den derzeit warmen Temperaturen schon aktiv sind. Die Impfung braucht etwa sechs bis sieben Wochen, bis sie ihre volle Wirkung entfaltet. Seit Mai 2016 kann auch ohne amtliche Feststellung eines Ausbruches eine vorbeugende Impfung empfänglicher Tiere gegen die Blauzungenkrankheit durchgeführt werden. Die Impfung ist freiwillig, die Kosten trägt der Tierhalter. Wer seinen Bestand gegen das Blauzungen-Virus schützen lassen möchte, sollte sich zunächst an das zuständige Veterinäramt wenden, da die Impfung genehmigungspflichtig ist. In vielen Landkreisen wurde die Genehmigung jedoch bereits pauschal durch Allgemeinverfügung erteilt. (SB)
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