US-Wahl

In Klimafragen um Welten voneinander entfernt

Wenn auch die Landwirtschaft im US-Wahlkampf 2016 nur eine untergeordnete Rolle spielt, bieten Details der US-Agrarpolitik durchaus Anlass zu Kontroversen. Ein Punkt sind die steigenden Hilfen für US-Farmer, die 2016 als Ausgleich für die schwächeren Erlöse, gerade auch im Export, gezahlt werden.


Trump sind Subventionen zu bürokratisch

Während US-Agrarminister Tom Vilsack von den Demokraten die höheren Subventionen als Beweis für die funktionierende Stützung lobte, prangerte der Präsidentschaftskandidat von den Republikanern das System generell an. „Viel zu kompliziert und bürokratisch“, moniert Donald Trump. Vernichtend fällt seine Kritik an der US-Umweltpolitik aus, unter der seiner Ansicht nach besonders die Farmer zu leiden hätten. Trump will im Falle seines Wahlsiegs die Macht der US-Umweltbehörde (EPA) beschneiden Schließlich kündigte er den sofortigen Ausstieg der USA aus internationalen Klimaabkommen an. Für die Demokratin Hillary Clinton dagegen sind die im Pariser Klimaabkommen gemachten Verpflichtungen verbindlich. 

Beide Kandidaten für Gentechnik

Konträr äußern sich die beiden Kandidaten auch zur Gentechnik. Für Trump hat die Technologie dazu geführt, dass Farmer die Erträge auf Niveaus gebracht haben, die „nie zuvor in der Menschheitsgeschichte erreicht worden waren“. Deswegen wehrt er sich auch gegen jegliche Kennzeichnung. Clintons Position ist moderater. Sie pocht zwar ebenfalls auf eine wissenschaftlich begründete Politik für die Zulassung von Gentechnik, möchte aber andererseits Verbraucherwünsche respektieren. Deswegen kann sie sich durchaus eine US-weite Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln vorstellen. (db)

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