Milchkrise

Industrie macht nicht mit

Das Treffen im Bundesagrarministerium (BMEL) am Donnerstag endete ohne Ergebnis. Wie schon Mitte der Woche von agrarzeitung.de berichtet, erteilt der Milchindustrie-Verbandes (MIV) den Plänen zur Gründung eines Branchenverbandes nach europäischem Recht eine Absage. „Wir haben genug Verbände und Organisationen in Deutschland. Diese sind für die geforderten Aufgaben bestens aufgestellt“, so der Vorsitzende des MIV, Peter Stahl, am Ende des Milchgespräches im BMEL. Auch das Thema Lieferbeziehungen sei, so Peter Stahl vom MIV, nicht neu und die Molkereien stehen bereits seit langem in einem intensiven Austausch mit ihren Milcherzeugern. Darüber wurde auch während des Gespräches berichtet.

„Es hat sich bewährt, dass die Wirtschaftsbeteiligten untereinander Verträge regeln, der Staat sollte sich hier nicht einmischen“, stellt Peter Stahl hierzu fest, „und wir sind dem Minister dankbar, dass auch er hier keine allgemeinverbindlichen Regelungen anstrebt.“ Ein weiterer „Milchdialog“ ist erforderlich und wird unter der Leitung des Ministeriums fortgesetzt. Dabei soll die Rolle der Exportförderung mit Hilfe der deutschen GEFA angesprochen werden.

Empört reagiert Werner Schwarz, Bauernpräsident in Schleswig-Holstein, auf die Absage des MIV im Interview in der aktuellen Freitagsausgabe der agrarzeitung (az).  (da)
stats