Extremwetterlagen

Informationsdefizite beschränken Prognosen


Prognosen für Auswirkungen des Klimawandels auf der globalen Ebene stehen in umfangreicher Zahl zur Verfügung. Dagegen ist die Datengrundlage für Voraussagen regionaler oder lokaler extremer Wetterereignisse dagegen sehr begrenzt. Zu diesem Schluss kommt ein vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) getragenes Forschungsprojekt.

Für ein kurzfristiges Handeln des Staates bestehe nach Aussage des das Projekt koordinierenden Thünen-Instituts jedoch kein unmittelbarer Handlungsdruck. Prioritäre Aufgabe des Staates sollte es sein, die Informationslage und -verbreitung zu Häufigkeit und Schadenshöhe von Extremwetterlagen zu verbessern. Dies könne besonders durch die Verbesserung regional differenzierter Wetterinformationen und -vorhersagen erfolgen. Ein Ergebnis des Projekts sei, dass die Datenerfassung aus Wetterstationen noch sehr  lückenhaft sei. Extreme Wettersituationen wie langandauernder Starkregen oder Hagel würden nur in lokal sehr eng begrenzten Gebieten stattfinden, dort jedoch in der Folge zu extremen Schäden führen. Eine Prognose derartiger Ereignisse sei derzeit nahezu unmöglich.  (jst)
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