Russland

Inspektoren sollen doch kommen


Widersprüchliche Informationen über den Umgang mit Importsperren für Schweinefleisch aus der EU seitens Russland führen zu Verunsicherung an den Märkten. Zunächst hatte es geheißen, dass Russland Einfuhrstopps, die im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) stehen, in einigen EU-Mitgliedstaaten wieder aufheben will. Am Wochenende dann hatte der Direktor der russischen Lebensmittelaufsichtsbehörde Rosselchodsnadsor, Sergej Dankvert, Besuchen russischer Inspekteure bei europäischen Lebensmittellieferanten eine Absage erteilt. Jetzt gibt es wieder neue Signale.

Danach sollen Inspektionen bei europäischen Lebensmittellieferanten, die im Zusammenhang mit der ASP stehen, offenbar doch stattfinden. Noch im März können Fleischlieferanten auch in Deutschland mit Inspektionen rechnen, bestätigte der russische Agrar-Attaché Vladimir Schaykin in Berlin gegenüber agrarzeitung.de.

Die Besuche der Inspekteure seien langfristig vereinbart und Teil des Regionalisierungskonzepts von Rosselchosnadsor. Danach sollen Länder, die nachweislich frei seien von ASP, als potenzielle Lieferanten wieder zugelassen werden können. Dazu gehört seit kurzer Zeit auch Deutschland, heißt es aus Kreisen der Fleischwirtschaft. Die Länder müssten eine Garantie für Freiheit von ASP geben, wie Schaykin weiter ausführte.

Auch aus der hiesigen Fleischwirtschaft wurde gegenüber agrarzeitung.de bestätigt, dass keine Änderungen von den ursprünglich für März vereinbarten Inspektionen bekannt seien. Entsprechend würde sie sich vorbereiten. (jst)
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