Ringelschwänze

Institut sucht Projektbetriebe


Beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) steht das Schwanzbeiß-Interventionsprogramm für Aufzuchtferkel, kurz A-SchwIP, vor dem Praxistest. Das Beratungskonzept soll als software-basierter Management-Hilfe in Schweineställen zum Einsatz kommen. Für die Umsetzung des Interventionsprogramms sucht das LFI nun Tierärzte, Berater sowie Schweinehalter, die neue Wege testen wollen.

Software ermittelt individuelles Schwanzbeiß-Risiko

Ab April 2016 führt das FLI mit interessierten Tierärzten und Beratern Schulungen durch, in denen das Projekt skizziert und die Manangement-Hilfe erprobt wird. Mit der Software können auf einem Betrieb neben Management-Daten auch haltungsgruppenspezifische Informationen inklusive Verhaltensbeobachtungen und Tierbeurteilungen erfasst werden. Aus den Daten wird ein individuelles Risiko für das Auftreten von Schwanzbeißen bei den Aufzuchtferkeln ermittelt und ein betriebsspezifisches Risiko-Profil mit risikoreichen und risikoarmen Bereichen erstellt. Zusammen mit Lösungsvorschlägen diene dies als Unterstützung für die Erstellung eines Maßnahmenplans, so das FLI.

Im Anschluss an die Schulung werden die Teilnehmer das Programm A-SchwIP zusammen mit einer Agrarwissenschaftlerin des FLI praktisch auf mindestens zwei Aufzuchtbetrieben anwenden. (SB)
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