Niedersachsen

Interesse an Tierwohlprämie steigt


Für Legehennen, deren Schnäbel nicht gekürzt werden, und Schweine mit ungekürzten Schwänzen zahlt das Land Niedersachsen Tierwohlprämien von jährlich 28 Mio. €. Für den neuen Bewilligungszeitraum, der am 1. Januar 2016 beginnt, können sich interessierte Betriebe noch bis zum 30. Juni bewerben. Bei den Schweinen zahlt das Landwirtschaftsministerium 16,50 € pro Tier, wenn das Tier bei der Schlachtung einen ungekürzten und unversehrten Schwanz besitzt. Für jede Legehennen, bei der auf das Kürzen des Schnabels verzichtet wird, bekommen die Landwirte einen Bonus von 1,70 €. Mit der Förderung verbunden sind intensive Schulungen der Tierhalter, betont das Landwirtschaftsministerium.

Bei den Legehennen haben sich bisher 120 Betriebe beteiligt, die meisten von ihnen mit einer ökologischen Eierproduktion. Die Ringelschwanzprämie erhalten knapp 100 Betriebe, von denen die meisten konventionell wirtschaften, so das Ministerium. Im laufenden Antragsverfahren zeichne sich ab, dass die weit überwiegende Zahl der Betriebe die Teilnahme an der Tierwohlprämie fortsetzen will. Zudem liegen für die Ringelschwanzprämie bisher 42 neue Anträge vor. Bei der Prämie für Legehennen gebe es bisher 37 zusätzliche Antragsteller.

„Das zeigt die hohe Bereitschaft unserer Landwirte, sich für mehr Tierwohl zu engagieren“, erklärte Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer. Das Land habe ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt, so dass kein Antrag, der die Voraussetzungen erfüllt, abgelehnt werden muss, verspricht der Grünen-Politiker. Niedersachsen ist mit der 2015 gestarteten Tierwohlprämie das erste Land, das eine solche Förderung anbietet. (SB)
stats