Digitalisierung

Internet ist Landwirten zu lahm

Die nächste Bundesregierung müsse dieses Ziel im Koalitionsvertrag fest verankern, erklärte der DBV heute in Berlin. Dem Bauernverband zufolge sind rund zwei Drittel der Landwirte in Deutschland mit ihrem Zugang zum Internet nicht zufrieden. Das gehe aus dem aktuellen Konjunkturbarometer Agrar vom März hervor. Zwar habe sich die Versorgung mit schnellem Internet im Vergleich zum Vorjahr etwas gebessert. Gleichzeitig seien jedoch die Erfordernisse der Anwender gestiegen, so dass sich die Quote der Zufriedenen nur wenig verändert habe. Aus Sicht des DBV belegt die Befragung die schlechte Internetversorgung ländlicher Räume.


Laut Bauernverband bietet die Digitalisierung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse große Chancen auch für eine ressourcen- und klimaschonende Landwirtschaft und für tierwohlfördernde Haltungsverfahren. Schnelles Internet sei jedoch eine unabdingbare Voraussetzung, um das Potential zur Digitalisierung in der Landwirtschaft umfassend nutzen zu können. Die heutigen Übertragungsgeschwindigkeiten von Daten reichten selbst bei relativ einfachen Anwendungen wie Meldungen zur Tier-Datenbank, Angaben für die amtliche Statistik oder Beantragung der EU-Betriebsprämien oft nicht aus. (mrs)
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