Bodenmarkt

Investoren Riegel vorschieben


Der Erwerb von Anteilen an landwirtschaftlichen Gesellschaften durch Nicht-Landwirte führt zu unerwünschten Konzentrationen sowie einem Anstieg der Bodenpreise. In einem Vergleich mit angrenzenden EU-Ländern kommt ein Gutachten der BGL zu dem Schluss, dass auch in Deutschland die Rechtslage weiter angepasst werden müsste, um diese Entwicklungen aufzuhalten.

Damit verstoße eine strengere Regulierung des Bodenmarktes weder gegen das Grundgesetz, noch gegen EU-Recht, kommentierte Kirsten Tackmann von den Linken das Ergebnis des BLG-Rechtsgutachtens, das in dieser Woche den Agrarministern von Bund und Ländern vorgelegt wurde.

Ausdrücklich weisen die Experten darauf hin, den Bodenmarkt vor Kauf und Pacht zu schützen, wenn sich Preissteigerungen durch Produktionsrichtungen wie Winderenergie, Fotovoltaik und Biogas abzeichnen. Abschließend empfiehlt die Studie einen Paradigmenwechsel bei der Flächenprivatisierung in den ostdeutschen Bundesländern. Insgesamt sollte bei der Wahl von Ausgleichsflächen eine Agrarflächen schonende Kompensation erfolgen. (da)
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