Superabgabe

Italienische Milcherzeuger müssen nachzahlen


Der italienische Staat hat in den Jahren 1995 bis 2009 regelmäßig die wegen Überschreitung der Milchquoten fälligen Strafen an die EU überwiesen. Die an Brüssel abgeführten Superabgaben belaufen sich auf 2,3 Mrd. €. 

Italien habe es aber versäumt, die Gelder von seinen Landwirten wieder einzutreiben, erklärte die EU-Kommission. Nach zwei ergebnislosen Vorwarnungen verklagt die EU-Kommission Italien nun vor dem Europäischen Gerichtshof. Weil ein Teil der Summe wohl für immer verloren gegangen ist, soll die Regierung in Rom wenigstens 1,3 Mrd. € von seinen säumigen Milcherzeugern einziehen. Die EU-Kommission will nach italienischem Vorbild allen EU-Mitgliedstaaten erlauben, den Milcherzeugern kostenlose Kredite zu gewähren, damit diese ihre Strafen in Raten zahlen können. Nur besteht die Kommission darauf, dass die Kredite auch an die EU-Mitgliedstaaten zurückgezahlt werden. Ende März endet das Milchquotensystem und damit fällt zukünftig auch die Strafabgabe weg. (Mö) 
stats