Im Anschluss an den G7-Gipfel hat Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker das Ziel der Regierungschefs, die Erderwärmung auf höchstens 2 Grad Celsius zu begrenzen, begrüßt. Er mahnte jedoch an, jetzt konkrete Taten folgen zu lassen: „Lippenbekenntnisse in Elmau werden sich sehr schnell als solche herausstellen, wenn wir in Paris nicht liefern.“ Verbindliche Klimaziele sollen also Ende des Jahres während der UN-Klimakonferenz zwischen dem 30. November und 11. Dezember in Paris rechtskräftig vereinbart werden.

Die EU prescht mit dem Ziel die Emissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken, bereits deutlich voran. Bereits zwischen 1995 und 2013 sanken die Emissionen innerhalb der EU um 19 Prozent, während das BIP um 45 Prozent zunahm, teilt die Kommission mit.

Beim diesjährigen G7-Gipfel am vergangenen Wochenende auf Schloss Elmau vertraten Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, gemeinsam die EU. Themen des Gipfels waren Weltwirtschaft, Steuern, Handel, Klimawandel, Entwicklungsfragen und auswärtige Angelegenheiten.

In ihrer Abschlusserklärung zum G7-Gipfel kommen die Staats- und Regierungschefs überein, eine rechtliche Übereinkunft zu erzielen, die den durchschnittlichen weltweiten Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius begrenzen soll. Einen Faktencheck zum Gipfel und zu Maßnahmen der EU gibt es hier. (az)
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