Erbschaftssteuer

Junge Landwirte fordern Planungssicherheit

Der Bund der Deutschen Landjugend fordert von Bundestag und Bundesrat eine zügige Einigung bei der Reform der Erbschaftssteuer. „Fakt ist, wir brauchen Planungs- und Rechtssicherheit und das eher heute als morgen, denn wir Landwirte arbeiten generationsübergreifend“, so die Vorsitzende Nina Sehnke. Im September wird der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat über die Neuregelung des Erbschaftssteuergesetzes verhandeln.

Die Reform wurde eigentlich bereits vom Bundestag verabschiedet; der Bundesrat veranlasste im Juli aber Nachverhandlungen im Vermittlungsausschuss. Der BDL fordert, dass die Betriebsvermögen von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben verschont bleiben. Außerdem sollte von einer strengeren Lohnsummenregelung abgesehen werden: „Wir sind auch nur Menschen. Damit wir nicht sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag arbeiten und für den Fall der Fälle bereitstehen müssen, setzen auch Familienunternehmen zunehmend auf Fremdarbeitskräfte - nicht nur in der Erntezeit", erklärte Sehnke. Deshalb sollten Saisonarbeiter und Familienmitglieder nicht angerechnet werden müssen.

Wichtig ist der Landjugend auch, dass klare und einfache Regeln durchgesetzt werden, die "keinen Berg an Bürokratie" nach sich zögen. In der Reform ist bisher aber vorgesehen, den bürokratischen Aufwand auch für kleinere Unternehmen zu erhöhen: Bisher sind Betriebe mit maximal 20 Beschäftigten von dem Nachweis über Arbeitsplatzerhalt ausgenommen. In Zukunft sollen nur noch Betriebe mit maximal fünf Angestellten davon befreit sein. (lm)
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