Europa

Junglandwirte wollen einheitlichen Pflanzenschutz

Um Pflanzenschutzmittel anwenden zu dürfen, seien ein gültiger Sachkundeausweis und technisches Knowhow nötig. „Das passt natürlich nicht zur romantischen Verklärung der Landwirtschaft“, stellt der stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutschen Landjugend (BDL) Christoph Daun im schweizer Fischingen fest. Bei dem Treffen wiederholte Daun seine Forderung nach einer europäischen Zulassungsbehörde für Pflanzenschutzmittel. 

Gleiches Mittel bei gleichen Bedingungen

Die drei Nachwuchsorganisationen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland forderten darüber hinaus, dass bei gleichen regionalen Bedingungen die gleichen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden dürfen. Damit würde nicht nur die Zulassung entbürokratisiert, sondern auch ein fairer Wettbewerb und Transparenz für Verbraucher geschaffen.

Berufsstand zu träge

Auch wollen die Junglandwirte, dass der Berufsstand aktiver werden müsse, wenn es um Verbraucheraufklärung gehe. „Auch im biologischen Landbau werden beispielsweise Kupfer- und Schwefelpräparate als Fungizide eingesetzt. Das scheint vielen Verbrauchern nicht klar“, erklärt Daun. Die Kommunikation dürfe nicht - auch das eine gemeinsame Erfahrung - den Tierschutz- und Nichtregierungsorganisationen überlassen bleiben.

 
Das Austauschtreffen der drei deutschsprachigen Junglandwirteorganisationen wurde von der Landwirtschaftlichen Rentenbank unterstützt. (kbo)
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