Ländlicher Raum

Kabinett diskutiert Integrationsbericht


Insgesamt 1,1 Millionen Flüchtlinge wurden in Deutschland im Jahr 2015 erfasst, heißt es in dem Bericht. Davon hätten sich 24 Prozent in ländlichen Räumen angesiedelt. Es sei absehbar, dass ein relevanter Teil der Personen mit Migrationshintergrund nach ihrer Anerkennung auch in den ländlichen Räumen leben werde. 

Ländliche Räume hätten spezifische Potenziale für die Integration und würden sich durch ein hohes zivilgesellschaftliches Engagement und eine ausgeprägte Willkommenskultur auszeichnen, heißt es weiter. Im Gegensatz zu großen Städten könnte in ländlichen Räumen die Bildung von Parallelgesellschaften vermieden werden.

Schlüsselrolle für Eingliederung

Wesentliche Themen der Integration von Flüchtlingen außerhalb der Ballungszentren seien Fragen der Daseinsvorsorge. Dazu gezählt werden das Wohnen, die Mobilität, die Kinderbetreuung sowie die Gesundheitsversorgung und die Bildung. Diese Gebiete seien daher Schlüsselelemente für erfolgreiche Integrationsbemühungen. Dabei seien auch Verbesserungen für die bereits ansässige Bevölkerung zu erwarten.

Die ländlichen Räume bieten eine Vielzahl von Chancen für die Integration von Flüchtlingen, nicht zuletzt auch für die Regionen selbst, heißt es im Fazit des Berichts. Dabei müsse klar sein, dass die verschiedenen Herausforderungen nur ressortübergreifend zu bewältigen seien. Keinesfalls dürften die ländlichen Räume bei den Bemühungen um eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen außen vor bleiben. Vielmehr gelte es, "die laufenden Aktivitäten und Netzwerke der Akteure zu nutzen und darauf aufzubauen". Details zu Beschäftigungsmöglichkeiten im Landwirtschaftssektor fehlen in dem Bericht. (jst)
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