Waldschutz

Kalkung wird wieder gefördert


Kalk schützt die Wälder vor Versauerung.
-- , Foto: DHG
Kalk schützt die Wälder vor Versauerung.

In den kommenden Jahren stehen für die Düngung der Wälder mit Kalk wieder Fördermittel bereit. Rechtliche Grundlage für die finanzielle Unterstützung ist die "Gemeinschaftsaufgabe GAK – Förderbereich Forsten“ für den Zeitraum 2015 bis 2020, die von der Europäischen Kommission im August genehmigt wurde. Die Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG), begrüßt die Entscheidung. Alle Antragsberechtigten, also insbesondere alle privaten Waldbesitzer und Bewirtschafter forstwirtschaftlich genutzter Flächen, sollten, so schnell wie möglich Anträge für die Förderung von Waldkalkungen bei den zuständigen Forstämtern zu stellen, rät die DHG.
Voraussetzungen
Die Bodenschutzkalkung ist förderfähig, wenn dadurch eine Verbesserung der Bodenstruktur oder des Nährstoffhaushaltes erwartet werden kann. Die Höhe der Zuwendung für Waldkalkungen beträgt bis zu 90 Prozent der nachgewiesenen Kosten. Bei privaten Waldbesitzern können bis zu 100 Prozent der Kosten übernommen werden, wenn sie in dem jeweiligen Kalkungsgebiet nicht mehr als 30 ha Waldfläche besitzen.

Die Erhaltung oder Wiederherstellung der Filter-, Puffer- und Speicherfunktionen der Waldböden und damit die Sicherung der Stabilität des Waldes sei auf vielen Waldstandorten erforderlich, da sie durch Bodenversauerung beeinträchtigt ist. Bei Trockenperioden und Stürmen führe die Anfälligkeit und Instabilität oft zu erheblichen Schäden. Dem sollte durch eine Kalkung vorgebeugt werden.

Die Förderprogramme und -richtlinien der Bundesländer für die Forstwirtschaft unterscheiden sich in einigen Details voneinander, so auch bei den Bedingungen für die Waldkalkungen. Eine Übersicht über die Förderrichtlinien in den Bundesländern hat die DHG auf ihrer Website zusammengestellt. (SB)
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