Videoüberwachung

Kameras für englische Schlachter

Videoinstallation: Bis zum Schlachtband soll gefilmt werden.
-- , Foto: Sandra Sieler (afz)
Videoinstallation: Bis zum Schlachtband soll gefilmt werden.

In England sollen künftig alle Schlachthöfe per Video überwacht werden. Nach Angaben des britischen Landwirtschaftsministeriums soll jeder Raum, in dem sich lebende Tiere aufhalten, kontinuierlich beobachtet werden. Einerseits soll dies das Vertrauen der Verbraucher stärken. Andererseits sollen Amtsveterinäre der Behörde für Lebensmittelsicherheit (FSA) unbegrenzten Zugang zu dem Bildmaterial erhalten.

Die Videoüberwachung ist Teil einer Tierwohl-Initiative des Landwirtschaftsministers Michael Gove. Die neuen Regelungen würden Verbrauchern weltweit zeigen, dass die britischen Standards zu den höchsten überhaupt zählten. Rückendeckung erhält das Landwirtschaftsministerium auch von der Präsidentin der britischen Tierärztekammer (BVA), Gudrun Ravetz. Die geplante Videokontrolle könne dabei helfen eine „Kultur des Mitgefühls“ zu fördern.

Hintergrund dieses verpflichtenden Einsatz von Kameras sind Filmaufnahmen von Tierschützern, die Fälle mit tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen von Nutztieren in Ställen, beim Transport oder am Schlachthof aufdecken, wie beipsielsweise das Schlachten ohne Betäubung. Auch Frankreich hatte Anfang des Jahres Videoüberwachung angekündigt. Die Kameras sollen im kommenden Jahr installiert werden. (has)
stats